Kanaren

Asepalma drängt auf rasche Sitzung mit Kanaren-Regierung zur Agrarrekonstruktion

Die Branchenvereinigung Asepalma fordert eine kurzfristige Arbeitsrunde mit der Regierung der Kanarischen Inseln, um vier prioritäre Maßnahmen zur Wiederherstellung der Fincas im Valle de Aridane termin- und finanzfest zu machen.

Die Vereinigung der Verpackungs-, Export- und Handelsbetriebe von La Palma (Asepalma) hat die Regierung der Kanarischen Inseln am 12. Oktober zu einer kurzfristigen Arbeitsbesprechung aufgefordert. Ziel ist, die Umsetzung von vier bereits als prioritär festgelegten Maßnahmen zur Rekonstruktion der landwirtschaftlichen Fincas im Valle de Aridane zeitlich zu fixieren und finanziell zu hinterlegen. Nach Angaben der Organisation fehlt es an klaren Terminen und Zuständigkeiten, obwohl seit der Eruption 2021 zentrale Schritte identifiziert worden seien.

Asepalma betont, es gehe nicht um eine erneute Prioritätendebatte, sondern um die Aktivierung der vorhandenen Roadmap. Die Vereinigung verweist auf eine „versprochene“ Zusammenkunft mit der Regionalregierung und erinnert daran, dass Ende Dezember 2025 insgesamt 1.136 Förderanträge in 29 Tagen abgearbeitet worden seien. Diese Geschwindigkeit solle nun bei der Ausführung der beschlossenen Vorhaben erreicht werden. Neue finanzielle Zusatzforderungen erhebt Asepalma in ihrer aktuellen Wortmeldung nach übereinstimmenden Berichten nicht.

Die Regierung der Kanarischen Inseln hatte zuletzt am 8. Oktober Unterstützungen im Rahmen des Programms PEPAC sowie Maßnahmen zur Entfernung vulkanischer Asche angekündigt. Asepalma begrüßt diese Signale, verbindet sie jedoch mit der Erwartung, kurzfristig einen verbindlichen Kalender für Planung, Vergabe und Baustart zu vereinbaren. Offene Punkte betreffen aus Sicht der Branche konkrete Fristen, Mittelzuflüsse und die Ausgestaltung der Einzelförderungen.

Hintergrund ist die schrittweise Rekonstruktion der zerstörten Agrarstrukturen im Valle de Aridane seit dem Ausbruch 2021. Offizielle Mitteilungen der Regionalregierung haben die ausstehenden Kostenrahmen beziffert; zudem laufen Koordinationsgespräche mit dem Cabildo und betroffenen Gemeinden. Medienberichte und amtliche Verlautbarungen decken sich im Kern mit den aktuellen Forderungen Asepalmas; unabhängig überprüfbar sind vor allem die bereits beschlossenen Handlungsfelder, während Detailtermine und Ausführungsreihenfolgen noch festgelegt werden müssen.

Sollte die beantragte Sitzung zeitnah stattfinden und ein klarer Ausführungsplan verabschiedet werden, wäre mit kürzeren Verwaltungswegen und einer schnelleren Bearbeitung weiterer Anträge zu rechnen. Bleibt die Terminierung aus, dürfte sich die Unsicherheit für Erzeugerinnen und Erzeuger im Tal verlängern; denkbar sind Verzögerungen bei der Wiederherstellung von Wegen, Bewässerungssystemen und Parzellenzugängen. Konkrete Zahlungsdaten oder endgültige Summen nennt Asepalma in ihrer aktuellen Erklärung nicht; belastbare Zahlen liegen nach derzeitigem Stand nur vor, wenn sie aus veröffentlichten Verwaltungsakten oder schriftlichen Regierungszusagen hervorgehen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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