Aragón

Aragón gibt Schulen einheitliche Anweisungen gegen anonyme Curis-Konten

Am 22. Oktober 2026 hat das Departamento de Educación, Ciencia y Universidades in Aragón allen Schulen verbindliche Schritte gegen herabwürdigende Inhalte in sozialen Netzwerken mitgeteilt.

Das Departamento de Educación, Ciencia y Universidades des Gobierno de Aragón hat am Donnerstag, 22. Oktober 2026, allen Schulen und Instituten der Autonomen Gemeinschaft verbindliche Anweisungen für den Umgang mit Konten und Beiträgen in sozialen Netzwerken übermittelt, die die Schulgemeinschaft herabwürdigen oder verletzen. Ziel ist ein einheitliches, zügiges Vorgehen in allen Bildungseinrichtungen der Region.

Nach Angaben der Regionalverwaltung reagieren die Vorgaben auf jüngst festgestellte anonyme Profile, die als Curis bezeichnet werden und in mehreren Zentren in Aragón auf Plattformen wie TikTok und Instagram Inhalte verbreitet haben, mit denen Schülerinnen, Schüler sowie Lehr- und weiteres Personal lächerlich gemacht, diskreditiert, gedemütigt oder drangsaliert wurden. Die Behörde kündigte an, sämtliche rechtlich möglichen Schritte zu ergreifen, um Einrichtungen, Beschäftigte und Minderjährige zu schützen, und rief Familien dazu auf, mögliche Verletzungen der Rechte ihrer Kinder zu melden.

Die Anweisungen sehen einen mehrstufigen Ablauf vor: Schulleitungen sollen Belege umgehend sichern und vertraulich verwahren. Anschließend sind die zuständigen provinziellen Bildungsdienste und die Inspektion der Bildung zu informieren. Parallel ist die Anzeige bei den Sicherheitsbehörden – Policía Nacional oder Guardia Civil – einzuleiten. Zudem sollen die Schulen die Betreiber der betroffenen Plattformen zur Entfernung der Inhalte auffordern und die betroffenen Personen informieren sowie psychosozial begleiten. Wo erforderlich, sind ergänzende rechtliche Schritte zu prüfen, darunter Hinweise an die Agencia Española de Protección de Datos bei möglichen Datenschutzverstößen.

Die Verwaltung betont, dass mit den nun verschriftlichten Vorgaben Maßnahmen gebündelt werden, die in den vergangenen Wochen bereits einzelfallbezogen umgesetzt wurden. Der einheitliche Rahmen soll Abläufe vereinheitlichen, Doppelarbeit vermeiden und die Koordinierung zwischen Schulaufsicht, Sicherheitskräften und gegebenenfalls Gerichten beschleunigen. Nach Darstellung der Regionalregierung dienen die Schritte dem Schutz der emotionalen Integrität der Betroffenen und der Sicherung eines geordneten Schulklimas.

Konkrete Fallzahlen nannte das Departamento de Educación, Ciencia y Universidades nicht. Aus den regionalen Mitteilungen geht jedoch hervor, dass mehrere Zentren in Aragón betroffen waren und einzelne Einrichtungen bereits Anzeige erstattet oder juristischen Rat eingeholt haben. Eine vollständige Fassung des Instruktionsschreibens wurde am Donnerstag in Zusammenfassungen der Regionalregierung und in Presseberichten erläutert; der Kern der Maßnahme ist die standardisierte Dokumentation, Meldung und Entfernung herabwürdigender Inhalte sowie die engere Verzahnung der zuständigen Stellen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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