Kurzmeldung
Die galicische Partei Anova-Irmandade Nacionalista hat in einer Erklärung vom 24. Oktober 2026 erneut dazu aufgerufen, bei den spanischen Parlamentswahlen am 29. November den Bloque Nacionalista Galego zu unterstützen. Die Empfehlung bezeichnete Anova als „antifaschistisches Nutzvotum“ und begründete sie mit dem Ziel, die Stärke rechtsradikaler Kräfte zu begrenzen und die Vertretung galicischer Interessen in Madrid zu stärken.
Anova, die derzeit von Martiño Noriega geführt wird, betonte, es handele sich nicht um eine organisatorische Fusion mit dem Bloque, sondern um eine taktische Wahlempfehlung, die auf der Perspektive beruht, dass eine Bündelung des souveränistischen und linken Spektrums in den Mehrpersonenwahlkreisen Galiciens die Chancen auf Mandate erhöht. Noriega ist Arzt und war zuvor Bürgermeister von Santiago de Compostela; er tritt in der Erklärung als Sprecher der Partei auf.
Die Sprecherin des Bloque Nacionalista Galego, Ana Pontón, begrüßte Anovas Appell und rief bei einer Veranstaltung am 26. Oktober dazu auf, das galicische Stimmenpotenzial zu konzentrieren, damit der Bloque in allen vier Provinzen Mandate erringen könne und Galicia in Madrid mehr Gewicht erhalte. Formelle Verhandlungen über Listenplätze oder gemeinsame Wahllisten wurden von beiden Seiten nicht gemeldet.
Anova reiht die Empfehlung in ein überregionales Narrativ ein, in dem souveränistische Linke wie EH Bildu, Esquerra Republicana und die CUP als Kräfte dargestellt werden, die in jüngerer Zeit soziale Anliegen in Parlamenten und Kommunen vertreten und der extremen Rechten entgegentreten. Diese politische Bewertung ist als parteipolitische Einschätzung zu lesen, nicht als Prognose des Wahlergebnisses.
Die jetzige Empfehlung wiederholt früherer Aufrufe Anovas, den Bloque bei nationalen, regionalen und europäischen Wahlen zu unterstützen. Ob die angestrebte Konzentration der Stimmen den erwarteten Effekt erzielt, entscheidet sich erst nach der Stimmauszählung am 29. November 2026. Der Vorgang spielt sich überwiegend in Galicien ab und ist dort von direkter politischer Relevanz.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).