PALMA, 1. Oktober 2026 — Vor der Sección Segunda der Audiencia Provincial de Baleares hat am 1. Oktober 2026 die Hauptverhandlung gegen einen Mann aus Manacor begonnen, dem die Staatsanwaltschaft eine Vergewaltigung und Körperverletzung an zwei aufeinanderfolgenden Tagen, dem 13. Mai 2018 und dem 14. Mai 2018, zur Last legt. Der Angeklagte bestritt die Vergewaltigung, gab jedoch an, die Genitalien seiner damaligen Partnerin kontrolliert zu haben, um zu prüfen, ob sie nach einem Ausgehen mit anderen Männern zusammen gewesen sei. Er begründete dies mit Misstrauen, nachdem die Frau die gemeinsamen Kinder zu Hause gelassen habe.
Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft sollen sich die Taten in der gemeinsamen Wohnung in Manacor ereignet haben. Sie beantragt eine mehrjährige Freiheitsstrafe wegen eines Sexualdelikts in Tateinheit mit Körperverletzung sowie Schutzmaßnahmen zugunsten der Geschädigten und zivilrechtliche Ansprüche. Ein rechtskräftiges Urteil liegt nicht vor; alle Vorwürfe gelten bis zu einer gerichtlichen Entscheidung als nicht erwiesen.
Die Geschädigte schilderte vor Gericht, sie könne sich an die Abfolge der Ereignisse nur noch teilweise erinnern. Zeugenaussagen stützten jedoch wesentliche Teile der Anklage. Eine Verwandte des Angeklagten, die auch mit der Frau bekannt ist, erklärte, sie habe gesehen, wie der Mann seine Partnerin schlug; die Betroffene habe nach ihren Worten Angst vor ihrem Ex-Partner. Ein Beamter der Guardia Civil, der nach einem Notruf am Tatort eingetroffen sei, beschrieb ein verwüstetes Wohnumfeld und aufgelöste Kinder. Eines der Kinder habe gerufen: „Schlag nicht mehr auf Mama ein.“ Der Beamte gab zudem an, der Mann habe eine wechselseitige Auseinandersetzung eingeräumt.
Der Angeklagte beharrte darauf, es habe keine erzwungenen sexuellen Handlungen gegeben. Seine Aussage, er habe die Genitalien der Frau „überprüft“ oder kontrolliert, sei Ausdruck einer eifersuchtsbedingten Kontrolle gewesen und kein Übergriff. Die Vorsitzenden Richterinnen und Richter der Sección Segunda setzten die Beweisaufnahme mit weiteren Zeuginnen und Zeugen sowie der Auswertung polizeilicher Unterlagen fort.
Die Audiencia Provincial de Baleares mit Sitz in Palma verhandelt regelmäßig über schwerwiegende Gewalt- und Sexualdelikte im Bezirk. Der aktuelle Prozess bezieht sich ausschließlich auf die vorgeworfenen Taten in Manacor im Mai 2018. Ob und in welcher Form das Gericht den Sachverhalt als erwiesen ansieht, wird erst das Urteil zeigen. Bis dahin sind die in der Verhandlung wiedergegebenen Schilderungen als Zuschreibungen der Beteiligten, als polizeiliche Beobachtungen oder als Position der Staatsanwaltschaft zu werten.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).