Die Junta de Andalucía hat am Abend des 27. September die Stabilisierung des Waldbrands im Gemeindegebiet von Igualeja in der Provinz Málaga bekanntgegeben und die zuvor verhängten Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung aufgehoben. Der operative Einsatzdienst Plan Infoca bleibt mit Boden- und Luftkräften vor Ort, um den Brand vollständig zu kontrollieren und Nachlöscharbeiten durchzuführen.
Nach Angaben der Einsatzleitung war das Feuer am späten Abend des 26. September gegen 22.19 Uhr ausgebrochen. Starker Wind hatte zunächst die Ausbreitungsgefahr in Richtung bewohnter Zonen und des angrenzenden Parque Nacional Sierra de las Nieves erhöht. Am Morgen des 27. September aktivierte die Junta die Situation operativa 1 des Plan Infoca, um zusätzliche Mittel zu mobilisieren. Im Tagesverlauf wurden zahlreiche Brigaden am Boden sowie rund ein Dutzend Hubschrauber und Flugzeuge eingesetzt.
Der Minister der Präsidentschaft und des Inneren, Antonio Sanz, erklärte am Nachmittag am vorgeschobenen Einsatzstab, die günstige Entwicklung erlaube die Herabstufung auf die Situation operativa 0 und damit die Aufhebung der Schutzauflagen. Zuvor hatten die Behörden einen vorsorglichen Konfinierungsauftrag für die Ortschaften Igualeja und Parauta erlassen und mehrere lokale Straßen gesperrt. Mit der Stabilisierung durften die vorsorglich Verbliebenen wieder frei verkehren; einzelne Zufahrten blieben zunächst eingeschränkt passierbar.
Die Einsatzkräfte meldeten zunächst keine Verletzten. Nach amtlichen Mitteilungen war eine Wohnung, in der sich drei Personen aufhielten, vorsorglich evakuiert worden. Die Brandursache wird geprüft; offizielle Erkenntnisse dazu lagen am Abend nicht vor. Über die vorläufig betroffene Fläche machten die Behörden zunächst keine Angaben. Plan Infoca wies darauf hin, dass nach der Stabilisierung Glutnester und Randzonen umfangreich abzusichern sind, bevor der Brand endgültig als „unter Kontrolle“ und später als „gelöscht“ eingestuft werden kann.
Hintergrund: Der Plan Infoca ist Andalusiens dauerhaftes System zur Prävention und Bekämpfung von Vegetationsbränden. Je nach Lage kommen gestaffelte Alarmstufen zum Einsatz; sie regeln Führungsstrukturen und den kombinierten Einsatz von Boden- und Luftmitteln. Bei Gefahr für Ortschaften können Schutzanordnungen wie ein Konfinierungsauftrag getroffen werden. Mit der Rückkehr zur Situation operativa 0 endet die akute Gefährdungslage, die Beobachtung und Nachlöscharbeiten dauern jedoch an.
Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).