In der Nacht zum 5. November 2026 hat die Junta de Andalucía im Tunnel Cerro Lechón auf der AP-46 bei Casabermeja (Provinz Málaga) eine groß angelegte Notfallübung durchgeführt. Nach Angaben der Behörde war die Autobahn für den Probeeinsatz zwischen etwa 0.00 Uhr und 3.30 Uhr gesperrt und wurde anschließend schrittweise nach Sicherheitskontrollen wieder für den Verkehr geöffnet.
Das Szenario bildete einen Verkehrsunfall mit einem umgestürzten Tanklastzug ab, der 23.000 Liter Natriumhypochlorit (12,5 Prozent) geladen hatte. Beteiligt waren zudem zwei Pkw – ein Elektrofahrzeug und ein Verbrenner. Simuliert wurden ein Fahrzeugbrand, ein Stoffaustritt, neun Verletzte in unterschiedlichem Schweregrad sowie eine getötete Person. Im Mittelpunkt stand die Erprobung der Abläufe in einem Straßentunnel bei Gefahrgutunfällen, einschließlich Alarmierung, Lagebeurteilung, Menschenrettung und Techniken zur Eindämmung eines chemischen Stoffaustritts.
Koordiniert wurde der Einsatz über das zentrale Notfall- und Koordinationszentrum CECEM 1-1-2. Vor Ort richteten die Verantwortlichen ein Puesto de Mando Avanzado (PMA) im Kontrollzentrum der AP-46 ein, um die Führungs- und Kommunikationsstrukturen mit der 112-Leitstelle in Málaga zu testen. Die Junta de Andalucía hob hervor, dass es darum ging, die Zusammenarbeit zwischen Leitstelle, Einsatzführung und den beteiligten Diensten sowie die Anwendung einschlägiger Notfallpläne zu überprüfen.
An der Übung beteiligten sich nach Behördenangaben 19 Organisationen mit 68 Einsatzkräften und 44 Materialeinheiten. Genannt wurden unter anderem der Grupo de Emergencias de Andalucía, der Consorcio Provincial de Bomberos de Málaga, der Notfalldienst 061, die Guardia Civil, die Unidad de Policía Nacional Adscrita a Andalucía, die Policía Local de Málaga, die Cruz Roja, Umwelt- und Straßenbaueinheiten sowie die Dirección General de Tráfico und die Betreiber- und Straßenbehörden. Die Verkehrsführung während der Sperrung erfolgte über Ausweichrouten, die vorab angekündigt worden waren.
Die Junta de Andalucía betont, dass derartige Übungen Teil der regelmäßigen Überprüfung von Autoprotektions- und territorialen Notfallplänen sind. Sie dienen dazu, Abläufe zu testen, Schnittstellen zu schärfen und mögliche Mängel zu identifizieren, um die Einsatzfähigkeit bei realen Gefahrgutsituationen in Tunneln zu stärken. Konkrete Befunde und abgeleitete Verbesserungsmaßnahmen wurden in der öffentlichen Mitteilung nicht im Einzelnen benannt; eine interne Auswertung soll nach Behördenangaben folgen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).