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Álvarez de Toledo nennt Wahl in Oviedo Entscheidung zwischen Anstand und Kriminalität

Die PP-Abgeordnete zuspitzte in Oviedo den Wahlkampf für den 29. November 2026 und griff die PSOE-Spitzenkandidatin in Asturien, Adriana Lastra, scharf an.

Bei einer Sitzung der Junta Directiva Autonómica des Partido Popular in Oviedo am 15. Oktober 2026 hat die Abgeordnete Cayetana Álvarez de Toledo die für den 29. November angesetzte Parlamentswahl als grundsätzliche Entscheidung „zwischen Anstand und Kriminalität“ bezeichnet. Sie rief zu einer „Revolution der Anständigkeit“ auf, um Ministerpräsident Pedro Sánchez aus dem Amt zu drängen, und nutzte ihren Auftritt für einen scharfen Angriff auf die sozialistische Kandidatur in Asturien.

Konkret kritisierte Álvarez de Toledo, dass Adriana Lastra die Liste der PSOE für den Congreso de los Diputados im Principado de Asturias anführt. Lastra ist derzeit Delegierte der Zentralregierung in Asturien. In ihrer Rede stellte die PP-Politikerin Lastras „moralische Eignung“ in Frage und verband dies mit einem persönlichen Vorwurf gegen die Parteiführung der PSOE. Sie sagte, sie könne nicht auf der Liste eines Mannes kandidieren, „der zugelassen habe, dass sein Organisationssekretär mich einer Operation des Mobbings unterzog, als ich krank und drei Monate schwanger war“ – eine Anspielung auf den PSOE-Organisationsekretär Santos Cerdán. Es handelt sich um einen von ihr erhobenen Vorwurf; über rechtliche Schritte oder disziplinarische Folgen war zum Zeitpunkt der Rede nichts bekannt.

Zugleich zeichnete Álvarez de Toledo ein Gegenbild ihrer eigenen Partei. Sie verteidigte den PP-Vorsitzenden Alberto Núñez Feijóo als „anständigen Mann“ und behauptete, unter einer PP-Regierung würden institutionelle Standards wieder gestärkt. Ihre Zuspitzung ist Teil der landesweiten Wahlkampflinie der Partido Popular, die den Urnengang als Richtungsentscheidung über politische Integrität präsentiert.

Die Wortmeldung in Oviedo ist auch im regionalen Kontext bedeutsam: Asturien gilt für den Partido Popular als schwieriges Terrain, in dem Mobilisierung über nationale Themen oft als Hebel gilt, um zugunsten der Partei zu wirken. Für die PSOE wiederum soll die prominente Aufstellung von Adriana Lastra die eigene Stammwählerschaft binden und unentschlossene Wählerinnen und Wähler ansprechen. Offizielle Reaktionen des PSOE-Lagers auf die Vorwürfe Álvarez de Toledos lagen zunächst nicht vor.

Die Aussagen fallen in die heiße Phase vor der Abstimmung Ende November. Ob die moralische Zuspitzung der Partido Popular in Asturien oder landesweit verfängt, wird von Verlauf und Ton des weiteren Wahlkampfs sowie von den Reaktionen der adressierten Akteure abhängen. Gesichert ist, dass die Oviedo-Rede den Konflikt zwischen PP und PSOE im Endspurt sichtbar verschärft hat.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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