Spanien hat am 3. Oktober 2026 eine stark wechselhafte Lage erlebt. Die staatliche Wetterbehörde Aemet stellte weite Teile des Landes unter Warnstufen wegen kräftiger Schauer und Gewitter. Betroffen waren unter anderem Zonen der Comunidad de Madrid, in denen zeitweise Stufe Orange galt. Aemet verwies auf das Risiko heftiger, kurzzeitiger Niederschläge mit möglicher Überflutung in Senken sowie auf Sturmböen und örtliche Hagelzellen. Behörden riefen die Bevölkerung auf, sich von Unterführungen, Wildbächen und überflutungsgefährdeten Bereichen fernzuhalten.
Abseits der Festlandslagen meldeten die Kanarischen Inseln eine bedeutende Störung der Stromversorgung. Auf Lanzarote kam es in den frühen Morgenstunden zu einem sogenannten „cero energético“, einem nahezu vollständigen Ausfall des Netzes. Nach Angaben der Inselbehörden und des Gobierno de Canarias wurde die Vorwarnstufe des Notfallplans PLATECA aktiviert. Der Cabildo de Lanzarote teilte mit, dass kritische Infrastrukturen, darunter Entsalzungsanlagen, zeitweise betroffen waren. Techniker setzten noch am Vormittag Reparaturarbeiten an einer Schaltanlage fort, ehe die Versorgung schrittweise wiederhergestellt wurde. Die zuständigen Stellen kündigten Untersuchungen zu Ursachen und Ablauf der Störung an.
Während vielerorts Feuerwehren und Zivilschutzdienste wetterbedingt erhöhte Einsatzbereitschaft meldeten, blieb es an der galicischen Atlantikküste vergleichsweise ruhig. Auf der Isla de La Toja tagte das Foro La Toja planmäßig. Die Veranstaltung verlief ohne witterungsbedingte Einschränkungen. Der Kontrast zwischen ruhigem Wetter am Tagungsort und den starken Regenfällen in anderen Regionen prägte das Bild eines insgesamt unbeständigen Tages.
Nach Angaben öffentlich-rechtlicher Sender der Kanaren und amtlicher Mitteilungen lagen die Schwerpunkte der Störungen in den Morgen- und Abendstunden. Mit Blick auf die weitere Entwicklung verwies Aemet auf eine fortgesetzte Gewitterneigung in Teilen der Iberischen Halbinsel. Prognosen deuten auf ein rasches Abklingen in einigen Regionen hin, während in anderen Gebieten Nachlaufeffekte mit ergiebigem Regen möglich bleiben. Abschließende Bewertungen – insbesondere zur Strompanne auf Lanzarote – stehen aus, bis technische Gutachten der Netzbetreiber und der zuständigen Behörden vorliegen.
Die Behörden raten Reisenden und Pendlern, vor Ort Hinweise zu beachten und Warnmeldungen zu verfolgen. Für Gebiete mit orografisch verstärkten Niederschlägen empfiehlt Aemet besondere Vorsicht. Auf den Kanaren soll die Stabilität der Versorgungssysteme nach dem Ausfall in Stress- und Reserveszenarien überprüft werden.
Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).