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Abascal bleibt Militärparade fern und reist zum Feiertag nach Ceuta

Vox bestätigt: Parteichef Santiago Abascal nimmt am 12. Oktober nicht an der Parade in Madrid teil und feiert den Día de la Hispanidad in Ceuta – gemeinsam mit Jordan Bardella.

Santiago Abascal, Vorsitzender der Partei Vox, wird in diesem Jahr nicht am zentralen Staatsakt zum Día de la Hispanidad in Madrid teilnehmen. Nach Angaben der Partei vom 9. Oktober verbringt er den 12. Oktober in Ceuta. Begleitet wird er dabei von Jordan Bardella, dem Vorsitzenden der französischen Partei Rassemblement National und Chef der Fraktion Patriots for Europe im Europäischen Parlament. Zudem soll Bardella in Madrid am Dienstag bei einem Frühstückstermin vorgestellt werden.

Es ist das zweite Jahr in Folge, dass Abascal seinen Platz auf der Ehrentribüne in der Nähe von König Felipe VI. und Königin Letizia frei lässt und auch dem anschließenden Empfang im Palacio Real fernbleibt. Im Oktober 2025 hatte er seine Abwesenheit damit begründet, institutionelle Auftritte mit Ministerpräsident Pedro Sánchez vermeiden zu wollen, um diesen nicht zu „legitimieren“; die Parade verfolgte er damals von der Straße aus.

Vox begründet den diesjährigen Ortswechsel mit dem politischen Schwerpunkt auf der spanischen Exklave im Norden Afrikas. Die Partei verweist auf die Grenzlage Ceutas und fordert seit Monaten schärfere Maßnahmen gegen irreguläre Migration. Abascal war bereits am 2. August 2026 nach Ceuta gereist, nachdem ein größerer Grenzübertritt eine landesweite Debatte ausgelöst hatte. Er bezeichnete die damaligen Vorgänge wiederholt als schwere Krise und wirft der Regierung vor, nicht entschieden genug gehandelt zu haben. Diese Wertungen sind Parteipositionen; eine unabhängige Einstufung der Ereignisse als „Invasion“ liegt nicht vor.

Zum Zeitpunkt der Ankündigung lagen keine offiziellen Stellungnahmen der Zentralregierung oder des Königshauses zu Abascals Fernbleiben vor. Auch aus der regionalen Verwaltung Ceutas wurden zunächst keine neuen Bewertungen veröffentlicht. Medienberichte und Parteimitteilungen decken sich darin, dass Abascal am Feiertag vor Ort Termine wahrnehmen will; konkrete Programmpunkte über die Präsenz hinaus wurden nicht bekanntgegeben.

Der Día de la Hispanidad wird als Nationalfeiertag in Spanien traditionell mit einer Militärparade in Madrid und einem Empfang im Königspalast begangen. Politisch gerät der Termin regelmäßig zum Schauplatz von Auseinandersetzungen zwischen Regierung und Opposition. Die erneute Absage des Vox-Chefs unterstreicht die anhaltende Polarisierung: Während die Regierung auf staatliche Einheit und institutionelle Normalität setzt, verlegt Vox bewusst politische Aufmerksamkeit an die Außengrenze in Ceuta.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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