Im Hospital Donostia in San Sebastián ist am Dienstag, 6. Oktober 2026, ein 61-jähriger Mann mit einer onkologischen Grunderkrankung verstorben. Bei dem Patienten war eine Infektion mit Mpox (früher „Affenpocken“, spanisch viruela del mono) labordiagnostisch bestätigt. Das bestätigten das Departamento de Salud der baskischen Regionalregierung und die Klinikleitung. Nach bisherigem Kenntnisstand könnte die Ansteckung im Krankenhaus erfolgt sein: Der Verstorbene hatte zeitweise ein Zimmer mit einer Person geteilt, deren Infektion zunächst nicht bekannt war. Diese mögliche Infektionskette wird geprüft.
Die Verantwortlichen betonen, dass die genaue Todesursache noch nicht feststeht. Der Mann galt als immunsupprimiert; es sei daher unklar, ob Mpox unmittelbar zum Tod führte oder den klinischen Verlauf verschlimmerte. Die Infektionsabteilung des Krankenhauses und das öffentliche Gesundheitswesen koordinieren die Abklärung von Todesursache und Übertragungsweg.
Parallel laufen Kontaktverfolgung und Vorsorgemaßnahmen. Nach Angaben aus dem Krankenhausumfeld werden potenziell exponierte Personen – darunter Patienten und Beschäftigte – informiert und medizinisch beobachtet. Für enge Kontakte wurden Impfangebote unterbreitet. Die Beobachtungsdauer beträgt 21 Tage, entsprechend den gängigen Leitlinien. Osakidetza, der öffentliche Gesundheitsdienst des Baskenlandes, kündigte an, über die Ergebnisse der Untersuchungen zu informieren.
Im Mittelpunkt der nun anlaufenden Prüfung steht die Frage, ob es sich um eine nosokomiale Übertragung handelte. Solche Analysen folgen einem etablierten Ablauf: mögliche Zeitpunkte und Orte eines Kontakts werden mit klinischen Verläufen und Laborbefunden abgeglichen, Isolations- und Hygieneprotokolle werden überprüft. Ziel ist es, die Kette der Ereignisse nachvollziehbar zu dokumentieren und gegebenenfalls organisatorische Maßnahmen anzupassen.
Mpox ist eine seltene Orthopoxvirus-Infektion, die meist mit Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen sowie typischen Haut- und Schleimhautläsionen einhergeht. In der Allgemeinbevölkerung verläuft die Erkrankung in der Regel mild; schwere Verläufe treten vor allem bei Personen mit geschwächtem Immunsystem oder erheblichen Vorerkrankungen auf. Für exponierte oder besonders gefährdete Gruppen stehen Impfstoffe und Postexpositionsmaßnahmen zur Verfügung, die nach festgelegten Kriterien verabreicht werden.
Behördliche Stellen in Gipuzkoa raten dazu, bei Auftreten einschlägiger Symptome ärztlichen Rat einzuholen und enge körperliche Kontakte bis zur Abklärung zu vermeiden. Zugleich unterstreichen sie, dass das Risiko für die breite Bevölkerung weiterhin gering sei. Die abschließende Bewertung der Todesursache sowie der mutmaßlichen nosokomialen Übertragung bleibt den laufenden klinischen und epidemiologischen Untersuchungen vorbehalten.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).