Die Sindicatura de Cuentas del Principado de Asturias teilt am 19. Oktober 2026 mit, dass 76,5 Prozent der lokalen Körperschaften in Asturien ihre Jahresrechnung für das Haushaltsjahr 2025 fristgerecht vorgelegt haben. Demnach haben 22 Rathäuser die sogenannte Cuenta General 2025 nicht innerhalb der gesetzlichen Frist eingereicht. Die Prüfinstanz veröffentlichte hierzu eine Übersicht mit den betroffenen Gemeinden.
Die Meldung betrifft sämtliche kommunalen Ebenen: Ayuntamientos, Mancomunidades und Parroquias rurales. Nach Angaben der Behörde halten die Parroquias rurales die Vorgaben besonders konsequent ein, während bei den Mancomunidades seit Jahren die höchsten Ausfallquoten auftreten. Als Gründe werden unter anderem Verbandskörperschaften genannt, die keine operative Tätigkeit mehr ausüben oder sich in Auflösung befinden.
Die Frist zur Übermittlung der kommunalen Gesamtabschlüsse an die zuständige Prüfbehörde endet in der Regel im Oktober des Folgejahres. Die jetzt veröffentlichten Zahlen erfassen somit den Stichtag für das Berichtsjahr 2025. Laut der Sindicatura sind die Einreichungsquoten im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Ein landesweiter Kontext: Auch in anderen autonomen Gemeinschaften berichten die regionalen Rechnungshöfe teils über verbesserte, aber uneinheitliche Erfüllungsgrade.
Die Behörde weist darauf hin, dass die ausstehende Rendición de cuentas konkrete finanzielle Folgen haben kann. Ohne rechtskräftige Cuenta General können Gemeinden vom Erhalt bestimmter Regionalmittel ausgeschlossen sein. Vor diesem Hintergrund empfiehlt die Sindicatura, die Vergabe von Subventionen und insbesondere Zahlungen aus dem Fondo de Cooperación Municipal an die fristgerechte Rechnungslegung zu knüpfen. Nach Darstellung der Prüfinstanz haben ähnliche Koppelungen in anderen Regionen die Einhaltung messbar verbessert. Es handelt sich um eine Empfehlung; über Änderungen entscheidet der Gesetzgeber.
Rechtlich ist die Sindicatura de Cuentas del Principado de Asturias befugt, bei Behinderungen ihrer Prüftätigkeit Zwangsmaßnahmen zu verfügen. Zugleich betont sie den kooperativen Ansatz: Ziel sei eine vollständige und zeitnahe Rechnungslegung, damit Parlamente, Verwaltung und Öffentlichkeit die Finanzlage der Kommunen verlässlich beurteilen können.
Die Angaben beruhen auf der aktuellen Mitteilung der Sindicatura und decken sich mit der am 19. Oktober veröffentlichten Meldung von Europa Press. Die Liste der 22 betroffenen Rathäuser ist von der Prüfinstanz veröffentlicht; eventuelle Nachmeldungen einzelner Körperschaften können die Quote im weiteren Verlauf noch verändern.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).